Anfänge

Wie alles begann...

Im Sommer nach meinem 3. Geburtstag fuhren meine Eltern mit mir zum ersten Mal mit Zelt und Auto nach Holland.
Ziel war der alte Campingplatz neben der Autorennstrecke bei Zandfoort.
(Hierher sollte es noch viele Jahre gehen.)
Der Platz ist mir noch heute wie eine große Sandgrube vor Augen. Es gab asphaltierte Hauptwege, die Stellplätze waren ausnahmslos mit Sand gefüllt.

Damals und in den Folgejahren habe ich von meinen Vater gelernt wie man ein Zelt richtig aufbaut.
Mit der Tür (Eingang) auf der windabgewandten Seite, und möglichst auf einem Hügel, aber niemals in einer Senke.
Auch wusste ich recht schnell mit dem kleinen Klappspaten umzugehen. Damit konnte ich als Kind nicht nur am Strand herrliche Strandburgen bauen, nein damit konnte man auch in der Nacht bei strömenden Regen einen Wasserabflussgraben rund um das Zelt schaufeln damit die Habseligkeiten im Zelt nicht wegschwammen...

OK, ein paar Schwachstellen gab es auch.
Ein Restaurant gab es nicht.
Am Strand waren die typischen holländischen Bratfischstände wo meine Mutter für uns den Fisch und mein Vater für mich eine Seven-Up und für sich auch mal ein Bier kaufen konnte.
Getränke kauften wir normaler Weise im Supermarkt. Wir gruben dann am Zeltplatz angekommen ein Loch in den Boden, und stellten einen mit Wasser gefüllten Eimer hinein. Eine Decke über das Loch gelegt und schon war unser "Kühlschrank" nicht mehr sofort sichtbar. (Praktisch...)
Ich weiß noch zu gut das meine Eltern immer ganz ausser sich waren wenn ich beim Toben mit den Nachbarskindern wieder einmal durch unseren "Kühlschrank" gestolpert bin...

Die Sanitären Anlagen...
...waren nach heutigen Maßstäben unterirdisch.
Es waren grobe aus Beton gegossene Wände die mit einem Wellblechdach versehen ein Gebäude ergaben.
Damen und Herren nutzen den gleichen Flur der nur durch einen kleine Sichtschutzwand eine Trennung für die Geschlechter hatte.
Vor den Toilletten gab es Klapptüren die mit einem Drahthaken von innen verschlossen wurden.
Die Duschen waren offene Kabinen ohne Vorhang. (Man schaute einfach nicht in die genutzten Kabinen hinein...)
Sauber... Ja es wurde täglich der Boden gefegt... Bei Regenwetter wurde auch schon mal gewischt. Aber der Boden war grau und ohne schicke Fliesen, keine echte Augenweide.
Aber ins Sanitärgebäude ging man nur morgens und Abends zum Waschen/Duschen und zwischendurch mal auf die Toilette.
Es war eben kein Wellnesstempel in dem man den halben Tag verbringen konne. :o)

Die Erinnerungen an diesen Platz sind für immer in meinem Inneren eingeschlossen.
Sehr oft denke ich daran zurück wenn mir jemand von einem "einfachen Platz" berichtet.

Heute ist aus dem ehemaligen Sandplatz ein Wohnmobilpark der Extraklasse geworden... Schade eigentlich, aber die Zeiten haben sich gewandelt...