Es wird Winter

Rund ums Thema Reinigung - Pflege und Wartung

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Es wird Winter

Beitragvon Senior » 6. Dezember 2009, 21:35

Viele Wohnwagenbesitzer machen sich zur Winterzeit Sorgen um ihr wertvolles Gefährt. In Fachzeitschriften werden viele Tipps dazu gegeben, wie der kostbare Urlaubsbegleiter am besten „winterfest“ gemacht wird. Viele davon finde ich sinnvoll, einige überflüssig.

Räder entlasten
Moderne Reifen überstehen viele Wochen Standzeit unbeschadet – besonders bei Kälte, weil sie dann ohnehin härter sind. Wer Zweifel daran hat, einfach einen Reifenfachhändler fragen.

Nässe
Wenn die Karosserie dicht ist, dann gibt es nur wenig zu beachten. Autos werden ja auch jede Nacht sorglos am Straßenrand geparkt. Wirklich schaden tut das auch keinem Wohnwagen. Sie sind fürs Freie konstruiert und müssen sogar eine Zwangbelüftung haben, damit die Insassen bei geschlossenen Fenstern nicht ersticken. Türen und Klappen im Inneren kann man öffnen; auch Polster kann man anheben – muss man aber nicht.

Frost
Alle frostempfindlichen Gegenstände aus dem Wohnwagen entfernen. Dazu gehören insbesondere Flüssigkeiten. Nur „Hochprozentiges“ kann im Wagen bleiben. Alles Andere muss vor erwarteten Minustemperaturen heraus!
Wasserkanister, Tanks und das gesamte Wassersystem müssen entleert werden. Wassertankstopfen entfernen. Ventile der Wasserversorgung öffnen. Wasserleitungen belüften – „auspusten“. Restwasser von jedem Wasserhahn aus entgegen der normalen Fliessrichtung mit Druckluft zurückdrücken. Das geht auch per Atemluft. Kalt- und Warmwasserleitungen nacheinander separat ausblasen. Andere Wasserhähne müssen geschlossen sein, damit man das Wasser nicht wieder zurückdrückt. Wasserhahn erst auf Warm, dann auf kalt durchpusten.

Kühlschrank
Abtauen. Taunässe mit sauberen Tüchern aufnehmen. Zur Aufnahme von Restfeuchtigkeit und um Eindringen von Nässe in den Wohnwagen zu verhindern, trockenes Tuch von innen vor die geöffnete Kühlschranktür legen.

Akku
Egal ob Autarkbatterie oder Moverakku, kostbare Akkus bedürfen einer Sonderbehandlung. Tiefentladung bedeutet nämlich den vorzeitigen Tot jedes Bleiakkus. Bevor dieser Entladungszustand erreicht wird, muss ein Akku möglichst bald wieder aufgeladen werden. Teilentladene Akkus leiden stark. Deshalb sollten Akkus niemals so gelagert werden. Am wohlsten fühlen sich Akkus, wenn sie vollgeladen sind. Im Winter liegt ein voll geladener Akku aber schon nach einigen Wochen im Koma. Niedrigtemperaturen und seine Selbstentladungsrate machen ihm zusätzlich zu schaffen. Manchmal genügt es, ihn bei Wohnraumtemperatur zu lagern. Zum Wohlbefinden und für eine lange Lebensdauer braucht er aber einen Lebenserhaltungsstrom. Insbesondere zu diesem Thema kann ich noch etwas sagen.

Noch was unklar? Einfach nachfragen!

Grüße
Roland
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Re: Es wird Winter

Beitragvon Biker » 7. Dezember 2009, 15:46

Um meinen WW- Akku zu überwintern hänge ich ihn an einen "Batterie-Trainer". Dieser simuliert einen Betrieb da er den Akku entlädt und wieder lädt. Ich habe die besten Erfahrungen damit gemacht. An einem zweiten Gerät hängt die Motorradbatterie.

Gruß
Hartmut
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Re: Es wird Winter

Beitragvon harzcamper » 8. Dezember 2009, 06:13

Hallo Roland !

Es ist immer besser wenn Wohnwagen geschützt stehen. Mein Wohnwagen steht z.B. unter einem Carport. Die Winterungseinflüsse darf man nicht vergessen. Kälte, Wärme, Feuchtigkeit und Trockenheit muß ein Wohnwagen aushalten.

Gruß

Sven
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Re: Es wird Winter

Beitragvon Senior » 10. Dezember 2009, 23:04

@Hartmut
Solche speziellen Ladegeräte, die schon ab etwa 20,00 € Im Handel erhältlich sind, sind eine gute Investition in die meist teuren Akkus. Ersatzakkus für die immer beliebter werdenden „Mover“ sind nämlich kaum unter 300,00 € zu bekommen.

@Sven
Natürlich sind Wohnwagen in einer geheizten Garage am Besten untergebracht. Für diese Warmduscherwohnwagen habe ich meine Tipps aber nicht geschrieben. Deren Eigner brauchen auch keine besonderen Winterforkerungen treffen.

Dein Beitrag hat mich aber an einen wichtigen Aspekt erinnert, den ich nicht berücksichtigt habe – nämlich Schnee. Gewichtstechnisch verhält es sich mit einer Schneeflocke ähnlich wie mit einem Blatt Papier. Im Einzelnen erscheinen beide recht leicht. Ein Karton voller Zeitungen oder eine mehrere Zentimeter dicke Schneeschicht sind aber eine enorme Last für Wohnwagendächer. Darum muss man sich unbedingt kümmern und gegebenenfalls für Entlastung sorgen. Die Gefahr besteht nicht so sehr darin, dass das Dach einbrechen könnte. Es kann sich aber verziehen und dadurch an Stoßkanten und Verbindungsstellen schnell undicht werden.
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Re: Es wird Winter

Beitragvon Biker » 17. Dezember 2009, 08:18

@ Senior,

das Problem mit dem Schnee habe ich ehrlich gesagt noch garnicht bedacht. Ich war bisher der Meinung die Dächer seien so stabil, dass hier kein Schaden entstehen kann. Also ist "Schneeräumen" angesagt.
Bei der Überwinterung, speziell der Wasseranlage, habe ich jetzt bei Berger ein Frostschutz gefunden. Was soll man davon halten oder hat schon jemand Erfahrungen mit diesem Produkt gemacht.

Gruß
Hartmut
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Re: Es wird Winter

Beitragvon Krimimimi » 17. Dezember 2009, 09:47

Teilweise wird ja empfohlen, die Wasseranlage immer gefüllt zu lassen. Wenn man dem Wasser Silberionen- Präparate beigibt, soll so das Risiko der Verkeimung in der Wasseranlage vermieden werden. Wenn du das auch über den Winter machen willst, dann brauchst du selbstverständlich ein Frostschutzmittel - insbesondere dann, wenn du eine Therme im Wohnwagen hast.

Ich bin allerdings der Meinung, dass es besser ist über den Winter das Wasser komplett abzulassen. Dabei die Leitungen nach Möglichkeit ausblasen. Darauf achten, dass die Therme völlig entleert ist (Ventile aufdrehen), damit sie nicht kaputt friert. Dann kann man sich das Frostschutzmittel sparen, das ich persönlich auch recht teuer finde. Ich habe das Wasser bisher immer abgelassen und auch im letzten Winter bei Temperaturen bis -24 Grad (unser Wohnwagen steht das ganze Jahr draußen) ist nichts kaputt geforen.
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Re: Es wird Winter

Beitragvon Tabbertfreak » 19. Oktober 2010, 18:33

Ich bin gerade dabei, meinen Wohnwagen (fester Stellplatz) winterfest zu machen. Nun weiß ich nicht, wie ich die Therme unter dem Bett entleeren muß. Ist das ein Durchlauferhitzer oder ein Boiler? An diesem Teil sind drei Schläuche; vermutlich Zulauf, Ablauf und ??. Vermutlich ist der dritte Schlauch ein Überlauf? Reicht es, wenn ich im Bad die Warm- u. Kaltwasserschläuche durchblase; wird dabei auch der Boiler (Therme) entleert?
Ich habe den Standplatz erst anfang des Jahres übernommen; deshalb meine Unwissenheit. Ich hatte vorher zwar auch schon einen Wohnwagen (den habe ich auch noch), aber den habe ich im Winter in eine Halle gestellt und der hat auch kein warmes Wasser.

Gruß
Peter
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Re: Es wird Winter

Beitragvon dormie03 » 19. Oktober 2010, 19:29

Moin Peter,
im Prinzip ist so eine Therme ein "Durchlauferhitzender Boiler", sprich die Mischung aus beiden.
Mit Durchblasen der Warmwasserleitung könttest Du evtl. die Therme entleeren. Bei Truma Thermen sind mir Ablaufventile bekannt, die ein restloses Entleeren ermöglichen. Du hast leider nicht geschrieben, welcher Hersteller Deiner Therme ist. Somit kann man auch nur spekulieren :(

Im Zweifel ist es das einfachste, die Therme auszubauen und langsam in alle Richtungen mehrmals um 360° zu drehen. Da kommt denn alles raus. Oder man füllt die Wasseranlage komplett mit Frostschutz auf, kostet aber auch einiges....

Hoffe geholfen zu haben

Gruss Sven
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Re: Es wird Winter

Beitragvon Luftgraf » 20. Oktober 2010, 19:38

dormie03 hat geschrieben: Bei Truma Thermen sind mir Ablaufventile bekannt, die ein restloses Entleeren ermöglichen.
Gruss Sven



Soweit ich es in Erinnerung habe haben diesen Ablaufhahn (Ventil) alle Thermen.
Denn wenn Du erst jedesmal die Therme ausbauen willst um sie zu entleeren dann viel
Spass im Alter.

Schau mal in der Umgebung der Therme nach da sollte so ein Kunststoffventil sitzen welches Du aufdrehen musst
dann entleert sich die Therme wie von selbst.
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Re: Es wird Winter

Beitragvon Tabbertfreak » 21. Oktober 2010, 19:54

Ich habe gesehen, daß da noch ein dritter Schlauch rauskommt, der durch den Boden nach draußen führt. Auch ist da so eine Art Ventil mit einem roten Rändelrad vorhanden. ich vermute mal, daß das das Ablaßventil sein müßte. Werde es morgen mal testen.
An anderer Stelle hatte ich schon angefragt, wie ich mit der Toilette verfahren sollte. Es ist eine fet angeschlossene Keramikschüssel. Das Wasser könnte im Winter zur Zerstörung der Schüssel führen. Frostschutzmittel möchte ich nicht verwenden, weil 1. giftig und 2. es nicht in die Kanalisation gelangen darf. Vielleicht sollte ich das Wasser abpumpen und eine Plastiktüte mit Styroporkügelchen hineinpressen. Was meint ihr?
Vielen Dank für die Antworten!

Gruß
Peter
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Re: Es wird Winter

Beitragvon Senior » 21. Oktober 2010, 20:38

Hallo Peter,

bei der Therme bist du ganz bestimmt auf dem richtigen Weg. Vielleicht hat das Porzellanklöchen ja auch irgendwo eine bisher unentdeckte Entwässerungsvorrichtung. Wasser abpumpen würde aber auch reichen. Plastiktüten mit Styroporkugeln halte ich in jedem Fall für überflüssig. Jedenfalls können die keine Frostschäden verhindern.

Viele Grüße
Roland
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Re: Es wird Winter

Beitragvon Biker » 24. Oktober 2010, 06:45

Hallo Tabbertfreak,

ich öffne das Ablassventil hinter der Therme um sie leerlaufen zu laseen, dann entferne ich im Wasserbehälter die Pumpe, schließe dort ein Gebläse -mit dem man normalerweise Luftbetten aufbläst- an und blase Leitungen (Kalt und Warm) und Therme gleichermaßen durch. Sicherheitshalber wiederhole ich diese Prozedur einige Tage später, damit ich sicher bin das auch angesammeltes Restwasser ausgeblasen wird und die Leitungen getrocknet werden.

Gr.
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Re: Es wird Winter

Beitragvon Tabbertfreak » 28. Oktober 2010, 21:15

Hallo,
ich habe jetzt die Therme leer bekommen. Vorsichtshalber habe ich die Schlauchanschlüsse abgeschraubt, aber es kam kein Wasser mehr heraus. Demnach hat wohl meine vorherige Bemühung mit Druckluft schon zum Erfolg geführt.

Gruß
Peter
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