Batterie im Gaskasten

Hier wird über den Ausbau bzw. die Sanierung eines Wohnwagens diskutiert!

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Beitragvon T4 - XAVER - 6072 » 3. März 2007, 20:33

FreudeAmCamping hat geschrieben:
T4 - XAVER - 6072 hat geschrieben:Meine aber auch Stromfunken. Brauch blos mal eine Gewindeachse von der Polklemme oder die Polklemme selber reißen,schon ist Funkenbildung möglich. :!:


Hallo Ihr Lieben,

hm..... ist ja ganz interessant Eure Postings. Ich geb Euch noch was zum nachdenken:

Bei unserem Dethleffs ist vorne bei der Gasflasche auch der Frischwasserkanister inkl. Saugpumpe untergebracht. Die Saugpumpe ist natürlich über Klemmen an das Kabel das in den Innenraum führt angeschlossen. Der TÜV hat noch nie moniert, ist ja auch von jeher so vorgesehen.
Nun der Gedankenanreiz: Wo liegt der Unterschied zwischen einer Batterieklemme (oder auch einer Innenraumbeleuchtung) und der Pumpe? (Rein auf die Gefährdung im Flaschenkasten bezogen natürlich)


Erstmal in der Leistung, auch Amperezahl genannt, von der wir sprechen. Zum zweiten, handelt es sich um eine Tauchpumpe , die im betrieb unter Wasser dem ex - geschützten Sicherheitsgrad annähernd entspricht.
Somit ist die Gefährdung zwar geringer , kann mir aber nicht vorstellen, das diese Anordnung von Haus aus ( Dethleffs) original, und nicht einfach nachträglich eingebaut ist.


Das wäre z.B. das erste, was ich ändern würde, wenn ich so einen WW neu kaufe.

Der TÜV ist einfach zu erklären. Für dieses genannte Problem fehlen Erfahrungswerte und die Prüfliste. Bei der TÜV - Prüfung nach StVZO ist diesbezüglich keine Zuständigkeit zuzuordnen.
Bei der Gasprüfung durch den Tüv wird sich auf das Gas konzentriert, wie es der Name schon sagt und es wird nur auf offensichtliche Gefahren hingewiesen oder eingegangen.


Sollte nun ein Prüfer tatsächlich diese versteckte Gefahr erkennen, kann man mit dem Hinweis das dies original vom Hersteller so gebaut wird, die Bedenken des Prüfers ausräumen. Dies geschieht nur desshalb, weil sich niemand mit dem Hersteller anlegen will, nicht aber weil dadurch die Gefahr beseitigt ist.

Man sollte den eigenen Wissensstand nie mißachten, nur weil ein Anderer was anderes sagt. Ex - Gefahr ist vorhanden oder nicht. Ob ich jetzt eine Anschlußstelle in einen gefährdeten Bereich baue oder ein Hersteller, ist absolut gleich.

Das wird aber in Deutschland anders gesehen. Spätestens wenn ein Brandermittler die Ursache feststellt, wird es interessant.
Spätestens dann ist es selbstverständlich nicht zulässig, und alle haben es schon immer gesagt.
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Beitragvon Aloisius » 3. März 2007, 22:25

Hi,
also Batterie mit oder ohne Batteriekasten im Gasflaschenkasten ist m.E. nach VERBOTEN.

Auf der Prüfbescheinigung (das GELBE GASHEFT) das ja jeder für seinen Wohnwagen hat, ist das DVGW-Arbeitsblatt G 807 "Flüssiggasanlagen in Fahrzeugen" abgedruckt.
Dort steht unter 2.1.3 .............In diesen Flaschenkästen oder -schränken dürfen sich keine elektrischen oder andere Zündquellen befinden.
Diese Vorschrift wird jedenfalls vom hiesigen TüV so ausgelegt:
Nix Schalter für Licht,
Nix Lampe mit Birne
Nix Abzweigdose für 12 V oder 230 V
Nix BATTERIE IM GASFLASCHENKASTEN.

Griasst enk alle
Anton :D
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Beitragvon sife » 3. März 2007, 23:27

:hallo:

Vielen dank für den hinweiss :respekt:


Silvia
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Beitragvon T4 - XAVER - 6072 » 4. März 2007, 06:13

Aloisius hat geschrieben:Hi,
also Batterie mit oder ohne Batteriekasten im Gasflaschenkasten ist m.E. nach VERBOTEN.

Auf der Prüfbescheinigung (das GELBE GASHEFT) das ja jeder für seinen Wohnwagen hat, ist das DVGW-Arbeitsblatt G 807 "Flüssiggasanlagen in Fahrzeugen" abgedruckt.
Dort steht unter 2.1.3 .............In diesen Flaschenkästen oder -schränken dürfen sich keine elektrischen oder andere Zündquellen befinden.
Diese Vorschrift wird jedenfalls vom hiesigen TüV so ausgelegt:
Nix Schalter für Licht,
Nix Lampe mit Birne
Nix Abzweigdose für 12 V oder 230 V
Nix BATTERIE IM GASFLASCHENKASTEN.

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Genau so meine ich das.
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Beitragvon gnagflow » 19. März 2007, 16:46

Aloisius hat geschrieben:Hi,
also Batterie mit oder ohne Batteriekasten im Gasflaschenkasten ist m.E. nach VERBOTEN.

Auf der Prüfbescheinigung (das GELBE GASHEFT) das ja jeder für seinen Wohnwagen hat, ist das DVGW-Arbeitsblatt G 807 "Flüssiggasanlagen in Fahrzeugen" abgedruckt.
Dort steht unter 2.1.3 .............In diesen Flaschenkästen oder -schränken dürfen sich keine elektrischen oder andere Zündquellen befinden.
Diese Vorschrift wird jedenfalls vom hiesigen TüV so ausgelegt:
Nix Schalter für Licht,
Nix Lampe mit Birne
Nix Abzweigdose für 12 V oder 230 V
Nix BATTERIE IM GASFLASCHENKASTEN.

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Hallo zusammen!

Genau das habe ich erst kürzlich gelesen und ist so auch richtig!!! :les:
Unser TÜV in Süderbrarup sieht das auch so!!

lG Wolfgang :magic:
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Beitragvon Junior » 19. März 2007, 19:04

Hallo!

Würde mir mal Gedanken um einen Gelakku machen (wartungsfrei!). Aber auch hier hätte ich Bauchschmerzen wegen der Stützlast...

Habe aber um nun Klarheit zu bekommen den TÜV Nord angeschrieben und hoffe auf baldige Lösung ;-)

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Beitragvon Junior » 19. März 2007, 19:14

Übrigens: Mir ist auch bekannt, dass einige Hersteller den 10-Liter-Wasserkanister im Gaskasten untergebracht haben (mit Tauchpumpe). Dazu gehörten m.E. auch die Baureihen Südwind von Knaus.

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Beitragvon Markus » 19. März 2007, 19:19

Junior hat geschrieben:Übrigens: Mir ist auch bekannt, dass einige Hersteller den 10-Liter-Wasserkanister im Gaskasten untergebracht haben (mit Tauchpumpe). Dazu gehörten m.E. auch die Baureihen Südwind von Knaus.

Junior


Dort hängt die Pumpe aber im Wasser :!: und schon ist kein Funkenflug möglich :!:
Gr.Markus
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Beitragvon T4 - XAVER - 6072 » 19. März 2007, 20:00

:zustimm:
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Beitragvon Junior » 19. März 2007, 20:16

Und ich wüsste nicht, dass man im Caravan mit Saugpumpen arbeitet. Mir sind bisher nur Tauchpumpen untergekommen.

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Beitragvon Junior » 20. März 2007, 12:39

Hallo!

Habe soeben die Antwort vom TÜV Nord erhalten:

Der Leiter des TÜV Nord Systems GmbH & Co.KG, Region Braunschweig hat geschrieben:
Sehr geehrter Herr ´Junior´ *,

im Aufstellungsbereich von Druckgasflaschen mit brennbaren Gasen sind je nach Gasart (leichter oder schwerer als Luft) Scvhutzbereiche einzuhalten, in denen keine Zündquellen sein dürfen. Bei Einzelflaschen mit Propangas ist ein Schutzbereich in einem Radius von mindestens 1m um die Flasche bis zu einer Höhe von 1m einzuhalten. Entsprechende Lüftungsöffnungen sind bei geschlossenen Räumen vorzusehen. Eine Batterie, die eine potenzielle Zündquelle darstellt, darf im Schutzbereich nicht angeordnet werden.

Detailinformationen finden Sie in der Technischen Regel für Druckgase Nr. 280 (Google).

Mit freundlichen Grüßen

TÜV Nord Systems GmbH & Co.KG
Region Braunschweig
Der Leiter


Technischen Regel für Druckgase Nr. 280

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